Vielleicht hast du schon einmal versucht, zur Ruhe zu kommen und gerade dann wurden deine Gedanken besonders laut.
Was muss ich morgen erledigen?
Warum habe ich das so gesagt?
Was, wenn …?
Viele Menschen glauben deshalb, sie seien nicht „gut“ in Achtsamkeit. Doch genau hier liegt ein häufiges Missverständnis: Achtsamkeit bedeutet nicht, keine Gedanken mehr zu haben.
Gedanken gehören zu unserem Erleben. Es geht vielmehr darum, sie wahrzunehmen, ohne jedem Gedanken sofort folgen zu müssen.
Du kannst dir das wie einen inneren Schritt zurück vorstellen. Ein Gedanke ist da und du bemerkst ihn. Vielleicht ist er unangenehm oder beunruhigend. Trotzdem musst du ihn nicht sofort lösen, bewerten oder weiterdenken.
Auch Gefühle und körperliche Empfindungen gehören dazu. Vielleicht bemerkst du Unruhe im Bauch, einen angespannten Nacken oder einen flacheren Atem. Achtsamkeit hilft dir zunächst dabei, diese Signale wahrzunehmen.
Mit der Zeit kann daraus etwas Wichtiges entstehen: Du erkennst früher, wann deine Belastungsgrenze näherkommt und kannst bewusster entscheiden, was du jetzt brauchst.
Achtsamkeit bedeutet also nicht, immer ruhig zu sein.
Sie bedeutet, bewusster wahrzunehmen, was gerade in dir geschieht und dadurch neue Handlungsmöglichkeiten zu gewinnen.
Impuls der Woche
Wenn deine Gedanken heute kreisen, versuche nicht, sie wegzuschieben.
Halte kurz inne und sage dir:
„Ich bemerke gerade, dass ich darüber nachdenke.“
Dann richte deine Aufmerksamkeit für einen Moment auf deinen Atem oder auf das, was du gerade siehst und hörst.
Nicht um deine Gedanken loszuwerden – sondern um dich nicht vollständig von ihnen mitnehmen zu lassen.
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Im Achtsamkeitskurs „Stressabbau & Achtsamkeit im Alltag“ geht es nicht nur um theoretisches Wissen. Du lernst verschiedene Übungen und Strategien kennen, die dich dabei unterstützen können, Stress früher wahrzunehmen und im Alltag bewusster mit Belastungen umzugehen.
Der nächste Kurs startet am 09.09.26 in einer kleinen Gruppe.


